Sein Leben

Tony Riga entstammt einer sehr musikalischen Familie. Sein Vater sang im Kirchenchor der evangelischen St. Mathäus-Gemeinde Fulda-Mixa, seine Mutter war 1970 Preisträgerin beim Wiegenlieder-Festival in Wabern (Hessen). So ausgerüstet absolvierte Tony die Grundschule und anschließend das Gymnasium in einem Frankfurter Vorort. Dort leitete er den Schulchor und gab in der Oberstufe den „Bernd“ im Schul-Musical „Das Brett im Kopf“. Für dieses Musical schrieb er seine ersten Songs: „Ich weiß, wo ich was und wie will“ und „Ich bin ich -auch ohne dich“. Der Erfolg entfachte seine Leidenschaft für die Komposition.

Er bestand nach dem Abitur problemlos die Aufnahmeprüfung am Maria-Hummel-Konservatorium und absolvierte dort eine Ausbildung in den Fächern Klassischer Gesang und Moderne Komposition. Es folgten bereits während des Studiums ergreifende Engagements in Theaterstücken und Musicals. Richtig hell zu leuchten begann Rigas Bühnen-Stern bundesweit zu Beginn unseres Jahrtausends. Das glamouröse Trio „Die Drei Frisöre“, fantastische Siege bei der wahren deutschen Grand Prix Vorentscheidung und umjubelte Auftritte mit dem legendären Daphne Zahn Trio, wo er auch als Komponist tätig war, sind nur einige Stationen auf seinem Weg ganz nach oben, ganz nach vorn.

Rückschläge inklusive: Eine 2008 auftretende Laktose-Intoleranz und eine gleichzeitige Opernbühnenstauballergie führten zunächst zu seinem Rückzug als aktiver Sänger. Er konzentrierte sich in dieser Zeit aufs Komponieren und Arrangieren für andere Künstler und gründete in dieser Zeit das große Tony Riga Unterhaltungsorchester. Spritzen und eine Anticontra-Immun-Therapie führen ihn aber nun doch endlich zurück auf die Bühne. Das attraktive Angebot der frankophonen Chanteuse Chantal Chabraque, die ihn für ein Duo-Projekt gewinnen konnte, musste er einfach annehmen, frei nach seinem Credo: „Es gibt keine Fragen, wenn die Antwort ‚Ja’ heißt.“

Seit drei Jahren arbeitet Riga intensiv an seiner vierten Oper „Lucia di Lämmerspiel“. Diese Märchenoper möchte Naturliebhaber Riga zusammen mit dem Frankfurter Beschwerdechor zur Wiedereröffnung des Bärengeheges im Frankfurter Zoo aufführen.

Die Behauptung, dass seine Lieblingsspeise Rigatoni seien, weist Tony Riga mittlerweile von sich. Während er in früheren Interviews sich diesen Journalistenwitz noch gefallen ließ, kann er heutzutage sehr ungemütlich werden, wenn man ihn darauf anspricht, ebenso wie auf seine Bühnenstauballergie und die Behauptung, dass er nur unter Zuhilfenahme von Medikamenten überhaupt zu Auftritten fähig sei.
(Horst Blue)

"Alles was sich nicht bewegt brauchst du nicht beachten"

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